Unsere Gesellschaft wird immer älter. Diese gute Nachricht verdanken wir dem zunehmenden Wohlstand und medizinischen Fortschritt in den westlichen Industriestaaten. So schön es allerdings auch ist, dass wir uns alle auf einen längeren Lebensabend freuen können – das Älterwerden der Gesellschaft bedeutet neue Aufgaben für alle Bereiche der Politik.
Um auch in Zukunft für Generationengerechtigkeit und ein friedvolles Nebeneinander von Alt und Jung sorgen zu können, müssen wir uns dringend einer weiteren Reform der Sozialsysteme annehmen. Mit innovativen Konzepten wie der im Solidarischen Bürgergeld enthaltenen Grundrente muss hier dafür gesorgt werden, dass individuelle Lebensleistung auch weiterhin gerecht entlohnt wird. Unsere Seniorinnen und Senioren haben ein Recht darauf, materiell abgesichert, selbstbestimmt und unabhängig leben zu können. Daher gilt auch: Wir brauchen eine zügige Anpassung der Ost- an die Westrente.
Ein Leben in Würde schließt aber auch ein, dass den Seniorinnen und Senioren ein eigenständiger Platz in der Gesellschaft zukommt. Eine der wichtigsten Aufgaben der Politik wird es sein, die soziale Infrastruktur unserer Städte und Gemeinden auch den Bedürfnissen einer größer werdenden Gruppe von alten Menschen anzupassen. Doch alt sein bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig, sich zurückzuziehen und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Viele jüngere Seniorinnen und Senioren wollen sich weiter aktiv in die Gesellschaft einbringen, ihre Erfahrungen weitergeben und der jungen Generation aktiv Vorbild sein. Hier gilt es, den Generationdialog anzukurbeln und gemeinsam Politik zu gestalten.
In all den Jahren meiner politischen Arbeit habe ich den persönlichen Rat der älteren Generation immer zu schätzen gewusst. Ich halte es für meine Pflicht, den Seniorinnen und Senioren durch meine politische Arbeit etwas zurückzugeben und gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft mit der Jugend zu arbeiten.
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